aus dem

Brief an die Gemeinden

St. Jakobus Bickensohl

und

St. Laurentius Bischoffingen

zum Advent und Christfest

2017

 


Und es erschien der Engel des Herrn dem Josef im Traum

und sprach: Steh auf, nimm das Kindlein und seine Mutter mit dir und flieh nach Ägypten und bleib dort, bis ich dir's sage; denn Herodes hat vor, das Kindlein zu suchen,

um es umzubringen.  Da stand er auf und nahm das Kindlein und seine Mutter mit sich bei Nacht und entwich nach Ägypten  und blieb dort bis nach dem Tod des Herodes.”

 

In der Geschichte von der Geburt Jesu spielen Engel, also Boten Gottes eine wichtige Rolle.  So zu Beginn bei der
Ankündigung einer höchst seltsamen Schwangerschaft an Maria durch den Erzengel Gabriel.  Davon erfährt auch  Josef durch
einen Engel, damit er sich wegen dieser höchst seltsamen Schwangerschaft nicht von Maria trennt, sondern sie zu sich nimmt. Auch die Hirten auf Bethlehems Feldern erfahren durch einen Engel, dass ihnen der Heiland geboren ist. Und schließlich erscheint ein Engel dem Josef im Traum, um ihn zur Flucht nach Ägypten zu bewegen. Und dort erscheint ihm abermals ein Engel und gibt ihm für die Rückkehr grünes Licht.

Es stimmt also schon: Engel gehören mit zur Geburtsgeschichte Jesu. Wie sollte es auch anders sein, denn schließlich kann das Besondere dieses Geschehens auch nur durch jemand Besonderes gesagt werden. Und dabei kommt es im Wesentlichen auf die Botschaft an - und nicht mal auf die Engel selber. Sie überbringen nur die Botschaft, sind Dienstpersonal Gottes.

Und auf Seiten der Menschen ist entscheidend, ob sie
diese Botschaft
hören - und nicht mal so sehr, ob sie den Engel sehen. Denn dass die Botschaft ankommt, darauf kommt es an; und nicht, wie Engel aussehen und ob sie „Flügel“ haben - oder nicht. Und wenn, dann sind diese „Flügel“ nur das Symbol der Überbrückung des „Weges“ von Gott zur Welt. Und also kommt auch für Josef alles darauf an, dass er die Botschaft des Engels hört - und sie befolgt. Denn davon hängt Entscheidendes ab.

Normalerweise endet für uns die Weihnachtsgeschichte damit, dass nicht nur die Hirten, sondern auch die drei Weisen aus dem Morgenlande den Stall wieder verlassen und Maria und Josef mit dem neugeborenen Kind darin zurücklassen. So bleibt für uns der Stall in seiner Ganzheit und Fülle erhalten und ist zu unserem bleibenden Bild für Weihnachten geworden.

Doch wie später das Kreuz und dann das Grab „leer“ ist, so ist gar bald auch aus ganz anderen Gründen der Stall leer. Denn Herodes fürchtet Konkurrenz und Machtverlust durch einen „neugeborenen König“, was er keinesfalls einfach so hinnehmen will - geht deshalb sehr gründlich vor und lässt in Bethlehem
irgendwann später alle Kinder unter zwei Jahren rigoros töten. Denn wenn es um den Erhalt der eigenen Macht und Geltung geht, dann ist die Hemmschwelle der Gewalt recht niedrig!

Dass Josef und Maria sich auf die Flucht begeben und in Ägypten Asyl/Zuflucht suchen und finden und also Jesus am
Leben bleibt, das haben sie der Botschaft des Engels zu
verdanken. Und diese Botschaft gehört wie die Flucht zur
Weihnachtsgeschichte - auch wenn sie gar nicht so recht zu
unseren Weihnachtsgefühlen passen will. Aber dazu passt ja auch schon nicht, dass Maria hochschwanger den weiten Weg von Nazareth nach Bethlehem hinter sich bringen muss - und dass sich dann in Bethlehem nicht mal für eine hochschwangere Frau eine Türe auftut, sondern nur eine Stalltüre. Und in einem Stall sein Kind zur Welt zu bringen - das ist gar nicht idyllisch.

Genau betrachtet - und mal von unserem Verlangen nach Glanz und Harmonie abgesehen - ist die Geburtsgeschichte Jesu eine recht dramatische Geschichte. Schon da geht kaum etwas reibungslos vonstatten. Oder anders gesagt: Angesichts  all dieser irdischen Widerwärtigkeiten muss es Gott höchst wichtig gewesen sein, unter uns Menschen Wohnung zu nehmen. Deshalb: Frohe Weihnachten!

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Taufen, Trauungen und Bestattungen

im Kirchenjahr 2017 in Bischoffingen

 

In den Namen Gottes hineingetauft wurden am

 

22. Januar    Antonia Gutmann

12. März      Annabelle Kaag

06. August   Tilda Froß (Bahlingen)

                      Valentin Kiß (Burkheim)

10. Sept.Enno Hensle

 

 

Kirchlich getraut wurden am

 

04. Mai Mathias Bründer und Marie Christine, geb. Knoche (Freiburg)

29. Juli Manfred Schmidt und Susanne Schreiber-Schmidt (Ihringen)

29. Juli Robert Boch geb. Holtz und Nadine Boch (Breisach)

29. AugustManuel Köllner und Emese  geb. Kristoly (Bötzingen)

23. Sept.John Resner undMira geb. Boch (Feiburg)

 

 

Kirchlich bestattet wurden am

 

04. JanuarEmma Brombacher, geb. Wihler, 89 Jahre

11. JanuarIrmgard Schmidlin, geb. Hiss, 79 Jahre

16. JanuarGertrud Rieflin, geb. Klaus (Oberrotweil), 89 Jahre

18. JanuarKarl Wickersheim, 89 Jahre

27. JanuarEugen Weber, 95 Jahre

03. MärzFritz Rinker, 84 Jahre

10. MärzMichael Hoff(Burkheim), 53 Jahre

14. MärzCarla Stöhr, geb. Röpke (Burkheim), 70 Jahre

30. MärzMonika Weber, 64 Jahre

27. AprilManfred Buchmüller, 89 Jahre

24. MaiCharlotte Schmidlin, geb. Kämmerer, 88 Jahre

18. AugustWaltraud Bach, geb. Greschbach, 63 Jahre

29. Sept.Richard Klaus, 86 Jahre

21. Nov. Hermann Weber, 81 Jahre

 

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